Wer schon einmal aufgrund einer Krankheit längere Zeit das Bett hüten musste, kennt vermutlich das Gefühl schlaffer Muskeln und Kraftlosigkeit. Von dem normalen altersbedingten Muskelschwund spürt man zu Beginn in der Regel wenig. Erst mit zunehmendem Alter macht er sich bemerkbar. Typisch ist dann zum Beispiel eine geringere Körperkraft im Vergleich zu früher, sodass Alltagstätigkeiten auf einmal viel anstrengender werden. Betroffene brauchen oft auch mehr Pausen, etwa beim Treppensteigen oder Gehen, und fühlen sich von kleineren Anstrengungen bereits überfordert. Zudem haben sie nach längerer Bettruhe Schwierigkeiten, wieder auf die Beine zu kommen.

Ist der Muskelschwund im Alter so ausgeprägt, dass es zu einem sehr starken Verlust der Funktionsfähigkeit kommt, sprechen Mediziner und Medizinerinnen von Sarkopenie. Der Verlust an Muskelmasse beeinträchtigt dann die gesamte Körperstabilität. Hierdurch erhöht sich das Risiko für Stürze und Gebrechlichkeit, was in weiterer Folge durch Angst oder Verletzungen zu einem Bewegungsmangel führen kann. Dies wiederum wirkt sich negativ auf den gesamten Gesundheitszustand aus und führt zu einem weiteren Muskelabbau und zunehmend eingeschränkter Mobilität. Das kann dafür sorgen, dass sich die Betroffenen immer mehr zurückziehen und die Fähigkeiten zu einer selbstständigen Lebensführung verlieren.

Neben gezieltem Muskeltraining kann auch die Ernährung dazu beitragen, dem Muskelschwund im Alter entgegenzuwirken.

Älteren Menschen die Bedeutung der Ernährung für die Muskelgesundheit zu vermitteln, kann eine Herausforderung sein, aber es ist eine verpasste Gelegenheit für den Bereich der Sporternährung. Es gibt so viel, was wir tun können, um einer möglichen Sarkopenie im Alter vorzubeugen, z. B. Widerstandstraining und eine proteinreiche Ernährung.
Eines der Probleme beim Abbau von Muskelmasse darin besteht, dass wir die Glukose in unserer Nahrung nicht mehr effizient verwerten können.
Das bedeutet, dass aufgrund der geringeren Muskelmasse weniger Glukose aufgenommen werden kann, was wiederum unsere Bauchspeicheldrüse belastet, die immer mehr Insulin produzieren muss, damit die Glukose aufgenommen werden kann. Außerdem wird die überschüssige Glukose, die nicht aufgenommen werden kann, in Fett umgewandelt und in unserem Fettgewebe abgelagert.
Eine der Ursachen für den raschen Muskelabbau ist unser anaboler Widerstand gegen die “Proteinsynthese” und damit gegen die Muskelauffüllung. Jeden Tag verlieren wir Muskeln und bauen gleichzeitig neue auf, aber mit zunehmendem Alter gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen und wir neigen dazu, mehr abzubauen als aufzubauen.
Außerdem lässt die Wirkung von Protein auf den Muskelaufbau mit zunehmendem Alter nach, so dass eine höhere Zufuhr erforderlich ist.
Der alte RDA-Wert von 0,8 g/kg/Tag scheint inzwischen ziemlich veraltet zu sein, vor allem wenn man ihn auf ältere Erwachsene anwendet, die aufgrund ihrer anabolen Resistenz zwischen 1,0 und 1,2 g/kg/Tag benötigen.
Zur Diskussion über tierisches und pflanzliches Eiweiß ist festzustellen, dass Studien gezeigt haben, dass tierische Proteine ein etwas besseres Aminocarbonsäureprofil aufweisen, was vor allem auf den höheren Anteil an essenziellen Aminocarbonsäuren zurückzuführen ist.

Angesichts des mit zunehmendem Alter steigenden Bedarfs an essenziellen Aminocarbonsäuren und der schlechteren Proteinverwertung ist eine Supplementierung mit allen 10 essenziellen Aminosarbonsäuren in Übereinstimmung mit dem Aminocarbonsäurenprofil des menschlichen Körperproteins wie Daminoc® sie beinhaltet naheliegend.